GrobA00

Mück H. - Denk J.

16. Staufer-Open - Schwäbisch Gmünd, 2004


Als ich kurz vor der Runde die Auslosung sah wusste ich, das dies keine gewöhnliche Partie werden würde (jedenfalls für mich!). Ich sah Herrn Mück schon 1.Sh3 ziehen und traute ihm auch alle anderen, seltenen Eröffnungen zu. Ich nahm mir vor, solide zu spielen!
 

1. g4 Schluck! 1... d5 2. Lg2 c6 2...Lxg4 3.c4 wollte ich vermeiden. Solide war die Absicht. 3. c4 dxc4 3...e6 erschien mir zu passiv. 4. Sa3 e5?! Der erste Schritt in den Abgrund. Später fand ich eine Partie mit 4...g6, was recht vernünftig aussieht. Auch 4...Lxg4 würde ich jetzt dem Textzug vorziehen. 5. Sxc4 Dc7 6. d4
Gut gespielt! Der Anziehende versucht seinen Entwicklungsvorsprung zu vergrössern. 6... Lxg4? Wollte ich nicht solide spielen? 6...exd4 war ganz sicher das kleinere Übel. 7. dxe5 Sa6 8. Dd4  8. Sd6+ Lxd6 9. exd6 8... Le6? Danach geht es mit Schwarz rapide bergab! Nur mit 8...Sb4 kann der Nachziehende noch mitmischen. Daher war 8.Sd6+ wohl stärker. 9. Sd6+ Lxd6 10. exd6 Eigentlich ist die Partie schon entschieden! Die Dame hängt genauso wie der Bauer g7 mit verheerenden folgen. 10... Da5+ 10... Dd8? 11. Dxg7 Df6 12. Lh6 10... O-O-O!? 11. Lf4 11. Ld2 Df5 12. Dxg7 Dg6 12... Df6 13. Lc3 13. Lc3 f6 14. Dxb7 Dxg2 15. Dxa8+ Kf7 16. Dxa7+ Kg6 17. Dxa6 Dxh1 18. O-O-O Dxh2 19. Dd3+ Kf7 20. d7
Ein totales Desaster! "Solide" ist für diese schwarze Spielweise wohl das falsche Wort! 1-0


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